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Börsenlexikon
Stochastik

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Die Stochastik berechnet das Verhältnis zwischen einem Schlusskurs und der Spanne der täglichen Schwankung. Die tägliche Spanne zwischen Höchst- und Tiefstkurs spiegelt die maximalen Werte wider, die Käufer zu zahlen bereit waren, beziehungsweise Verkäufer mindestens verlangten. In welchem Verhältnis der Schlusskurs zu diesen Extremwerten steht, kann Aufschluss darüber gewähren, wer am Ende des Tages die Überhand gewann und wie die Entwicklung weiter geht. Schließt eine Aktie nahe ihrem Tageshoch, geht man davon aus, dass die Kraft der Käufer ungebrochen ist und sich die positive Entwicklung fortsetzt. Umgekehrt gilt dies für die Verkäufer und den Tagestiefstand. Eine Stochastik pendelt wie ein Oszillator zwischen Werten von 0 bis 100, wobei die Extreme selten erreicht werden. Wichtige Punkte bei einer Stochastik sind die Zwanziger- und die Achtziger-Linie. Durchbricht der Graph die Achtziger-Linie nach oben, so spricht man von einer "überkauften" Marktsituation; durchbricht der Graph die Zwanziger-Linie nach unten, von einer "überverkauften" Situation. Erstere deutet auf eine baldige Abwärtskorrektur hin, letztere auf steigende Kurse. Die Aussagen einer Stochastik sind in erster Linie auf Aktien in Seitwärtstrend anwendbar. Aktien, die sich in stetigen Auf- oder Abwärtstrends befinden, liefern innerhalb ihres Trends häufig verfrühte falsche Kauf- und Verkaufssignale. Deshalb sollte eine Stochastik immer zusammen mit einem längerfristigen, trendfolgenden Indikator verwendet werden.


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