Deutschland gegen England

Wembley-Tor, Elfmeter-Drama, Formtest

Die Geburtssekunde eines Klassikers: Das Wembley-Tor

Die Geburtssekunde eines Klassikers: Das Wembley-Tor

19. November 2008 Spiele gegen England sind die großen Klassiker des deutschen Fußballs. Für die Engländer gilt - mit Ausnahme der Bruderduelle gegen Schottland - dasselbe. Deshalb ist auch ein Testspiel wie jenes am Mittwochabend für beide Seiten von größerer Bedeutung als andere Freundschaftsspiele. (siehe: Deutsch-britisches Verhältnis: Eine gewisse Rivalität).

Das Interview mit dem englischen Fußball-Funktionär Jonathan Hill belegt aber auch, dass der Wettstreit von großer gegenseitiger Wertschätzung geprägt ist. Deutsche wie Engländer verbindet bei allem Konkurrenzdenken eine große Zuneigung. (siehe: Deutschland gegen England: „Das ist kein Freundschaftsspiel“)

Geburtssekunde Wembley-Tor

Die Geburtssekunde des Klassikers ist das legendäre Wembley-Tor von Geoff Hurst. Der Führungstreffer zum 3:2 in der Verlängerung des Endspiels um die Weltmeisterschaft 1966 im Londoner Wembley-Stadion ist der wohl bekannteste Treffer der Fußball-Geschichte - und wurde für die Engländer zum Fluch: In den folgenden Jahrzehnten gewann nämlich Deutschland die wichtigsten Aufeinandertreffen.

Wie immer: Andreas Köpke hält im EM-Halbfinale 1996 den Elfmeter von Gareth S...

Wie immer: Andreas Köpke hält im EM-Halbfinale 1996 den Elfmeter von Gareth Southgate

Meist gewann Deutschland denkbar knapp und glücklich wie bei den Elfmeterdramen von 1990 und 1996. Manchmal aber auch dank Sternstunden einzelner Stars wie Günter Netzer 1972 mit einem Galaauftritt. Und wie hätte es anders sein sollen: Vor dem Abriss des legendären Wembley-Stadions revanchierte sich Deutschland für das vermeintliche Unrecht von 1966 mit einem Auswärtssieg im letzten Spiel an der traditionsreichen Stätte. (siehe: Zwischen Wembley-Tor und Wembley-Sturm - deutsch-englische Duelle)

FAZ.NET hat mit Wolfgang Weber über das Wembley-Tor gesprochen (siehe: Wolfgang Weber: „Dank Wembley-Tor ist die Niederlage unvergessen“), hat Bernd Trautmann besucht (siehe: Bernd Trautmann: Vom Feind zum zeitlosen Helden ) und hat natürlich die wichtigsten Informationen zum Spiel am Abend gesammelt.



Text: FAZ.NET
Bildmaterial: dpa, picture-alliance / dpa

 

Im Gespräch: Wolfgang Weber

„Dank Wembley-Tor ist die Niederlage unvergessen“

Wenn Deutschland gegen England spielt, spielt das Wembley-Tor im Geiste mit. Wolfgang Weber ist der Mann, der im WM-Endspiel 1966 am nächsten dran war. Im FAZ.NET-Interview spricht Weber über aufspritzende Kreide, jubelnde Engländer und technische Hilfsmittel.

Deutsch-britisches Verhältnis

Eine gewisse Rivalität

Der Begriff „Freundschaftsspiel“ hat in den Augen deutscher Diplomaten in London in jüngerer Zeit eine ehrlichere Bedeutung gewonnen. Selbst das Wembley-Tor erscheint auf englischer Seite plötzlich in einem neuen Licht. Von Johannes Leithäuser, London

Fußball

Vom Feind zum zeitlosen Helden

Die Engländer verehren ihn, für Deutschland durfte er nie spielen: Mit dem Länderspiel in Berlin schließt sich für die Torwartlegende Bernd Trautmann endgültig der Kreis. Eine Legende mit Bezug zu Hessen: Trautmanns Frau stammt aus dem Rheingau. Von Hartmut Scherzer, Rüdesheim

Netzers Sternstunde gegen England

Aus der Tiefe des Raumes

Es gab viele große Spiele zwischen Deutschland und England. Als bestes Spiel einer deutschen Elf gilt seit jeher das EM-Halbfinal-Hinspiel 1972 in Wembley. Deutschland siegte und wurde später Europameister. Günter Netzer war der Held. Von Hartmut Scherzer

Deutsch-englische Duelle

Zwischen Wembley-Tor und Wembley-Sturm

Unvergessliche Elfmeterkrimis, tragische Helden und natürlich das bekannteste Tor der Fußball-Geschichte: Der Länderspiel-Klassiker zwischen Deutschland und England sorgte bereits für Dramen und Demütigungen in beiden Lagern. FAZ.NET blickt zurück.

Nationalmannschaft

Zum Jahresausklang ein Signal des Aufbruchs

Die U21-Nationalmannschaft spielte bereits am Dienstag gegen Italien und gewann mit 1:0. Sehr viel höher ist das Durchschnittsalter des Kaders der A-Nationalmannschaft indes nicht. Bundestrainer Joachim Löw nutzt den Klassiker für Experimente. Von Michael Horeni, Berlin

Neu-Nationalspieler

Unbekanntes Deutschland

Drei Neulinge stehen im Aufgebot von Bundestrainer Löw für das Spiel gegen England. Bringen Marvin Compper, Marcel Schäfer und Tobias Weis neuen Schwung ins Team? FAZ.NET stellt die bislang unbekannten Hoffnungsträger vor. Von Richard Leipold und Oliver Trust

Im Gespräch: Nationalspieler Simon Rolfes

„Torsten ist nicht da, aber auch nicht weg“

Simon Rolfes kämpft um einen Stammplatz im Nationalteam. Der 26 Jahre alte Kapitän von Bayer Leverkusen konkurriert dabei mit Torsten Frings. Mit der Tabellenführung im Rücken fühlt sich Rolfes vor dem Länderspiel gegen England bestens gerüstet, wie er im FAZ.NET-Interview sagt.

Englands Torwart

David James - vom Dandy zum Denker

Torhüter sind oft anders, aber David James ist besonders anders. Der englische Schlussmann hat eine extreme Wandlung vollzogen: Aus „Calamity James“ und dem Party-König ist nun ein sportliches wie ökologisches Vorbild geworden. Von Christian Eichler

Im Gespräch: Jonathan Hill

„Das ist kein Freundschaftsspiel“

Ein englischer Deutschland-Liebhaber fiebert dem Fußballduell entgegen: Einst hat Jonathan Hill in Deutschland studiert und für einen kleinen Stuttgarter Verein Tore geschossen. Heute gehört er zu den wichtigsten Funktionären im englischen Fußball.

England in Not

Auch Walcott fällt aus

Nach Top-Stars wie Steven Gerrard, Frank Lampard, Wayne Rooney, Rio Ferdinand oder Joe Colemuss Englands Trainer Fabio Capello nun beim Gastspiel in Berlin auch auf das Riesentalent Theo Walcott verzichten. Capello ist dennoch optimistisch.

Länderspiel-Klassiker

Deutschland gegen England

Die beiden Fußball-Teams und auch die Fans bereiten sich auf den Klassiker am Abend im Berliner Olympiastadion vor.