17. November 2008 Gut zwei Stunden nach dem reibungslosen Andockmanöver des Space-Shuttles Endeavour an die Internationale Raumstation ISS haben sich die Neuankömmlinge und die ISS-Bewohner begrüßt. Sie öffneten in der Nacht zum Montag gegen 1.15 Uhr MEZ ihre Luken im Verbindungsstück.
Die Endeavour war am Freitag mit sieben Astronauten vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral (Florida) zu ihrer 15-tägigen Mission ins All gestartet. Bereits eine Stunde vor dem Andocken hatte sie die Weltraumstation erreicht. Die Raumfähre flog wie üblich wieder in sicherer Entfernung von der Raumstation eine Rolle rückwärts.
Schäden am Space-Shuttle nicht beunruhigend
Während der Weltraum-Akrobatik fotografierten die drei Raumfahrer auf der ISS den Hitzeschild am Unterboden des Shuttles sowie andere kritische Stellen. Die amerikanische Raumfahrtbehörde Nasa will damit Hinweise auf mögliche Beschädigungen an der Endeavour finden. Nach ersten Informationen der Nasa-Bodenzentrale in Houston (Texas) ist sichtbar, dass zwei kleine Stücke an der Außenhaut des Shuttles fehlen. Dies sei jedoch nicht beunruhigend.
Die sieben Astronauten der Endeavour haben einen Kühlschrank, eine Toilette und Schlafkabinen an Bord, damit die ISS künftig eine größere Besatzung beherbergen kann. Die Raumfähre bringt den Bewohnern der Raumstation zudem ein Fitnessgerät und eine 250 Millionen Dollar teure Wasseraufbereitungsanlage, mit der Urin in Trinkwasser umgewandelt werden kann. Dadurch sollen die teuren Wassertransporte von der Erde zur ISS verringert werden.
Neben den Ausbauarbeiten sind mindestens vier Außenbordeinsätze während der für etwa zwei Wochen geplanten Mission vorgesehen. Dabei soll ein für die Energieversorgung wichtiger Sonnenflügel repariert werden. Beim Start in Cape Canaveral verlor die Raumfähre zwei Teile, die nach ersten Prüfungen jedoch keine Schäden an der Raumfähre anrichteten.
Text: FAZ.NET mit Reuters und DPA
Bildmaterial: dpa, reuters
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